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6 Minuten LesezeitPeter Siebenhandl

Was eine gute Website einem Maklerbüro bringt, und woran du eine schwache erkennst

Kein Eigentümer ruft einen Makler an, ohne vorher nachzusehen, wer das ist. Egal ob er dich über eine Anzeige, eine Empfehlung oder ein Schild am Zaun gefunden hat: Der nächste Schritt ist dein Name in der Suche, und dann deine Website. Dort entscheidet sich in wenigen Sekunden, ob er anruft oder weitersucht.

Aufgeklappter Laptop auf einem Holztisch vor einem Fenster in der Dämmerung

Die Website ist der Ort, an dem Eigentümer dich prüfen

Ein Hausverkauf ist für die meisten Menschen das größte Geschäft ihres Lebens. Wer dafür einen Makler sucht, will vor dem ersten Gespräch drei Dinge wissen: Kennt der mein Gebiet? Hat der schon Objekte wie meines verkauft? Und ist das jemand, dem ich den Schlüssel gebe? Eine Website, die diese drei Fragen beantwortet, macht den Anruf leicht. Eine, die sie offen lässt, verliert den Eigentümer an das nächste Suchergebnis.

Das gilt auch, wenn die Anfrage gar nicht über die Website kommt. Wer nach einer Anzeige oder einer Empfehlung deinen Namen eintippt, landet trotzdem dort. Die Website ist deshalb weniger ein Werbemittel als eine Prüfstelle: Sie bestätigt, was der Eigentümer über dich gehört hat, oder sie weckt Zweifel.

Fünf Aufgaben, die eine gute Makler-Website erfüllt

  • Sie macht aus Besuchern Anfragen: ein klarer nächster Schritt auf jeder Seite, Bewertung anfragen, Rückruf, Telefonnummer zum Antippen
  • Sie zeigt Beweise statt Behauptungen: verkaufte Objekte mit Ort, echte Bewertungen, die Menschen im Büro mit Namen und Gesicht
  • Sie macht deine Anzeigen wirksamer: Bei Google fließt die Qualität der Zielseite in die Klickkosten ein, bei Meta entscheidet die Seite, ob aus dem Klick eine Anfrage wird
  • Sie wird gefunden: eigene Seiten für die Orte und Objektarten, die du wirklich bearbeitest, sauber aufgebaut für Google und für KI-Suchen
  • Sie gehört dir: Ein Portalprofil kann morgen teurer werden oder anders aussehen, deine Website bleibt, mit allem, was du darauf aufgebaut hast

Woran du eine schwache Website erkennst

Die meisten Makler-Websites scheitern nicht am Design. Sie scheitern daran, dass sie für Käufer gebaut sind, die Objekte durchblättern, und nicht für Eigentümer, die einen Makler auswählen. Sieben Warnzeichen:

  • Sie lädt am Handy im Mobilfunknetz länger als drei Sekunden
  • Die Startseite sagt nicht, in welchem Gebiet du arbeitest
  • Es gibt eine Objektliste, aber keine Seite, die einen Verkäufer anspricht
  • Der nächste Schritt fehlt oder versteckt sich im Menü unter „Kontakt“
  • Die Fotos sind Stockbilder: Händedruck, Schlüsselübergabe, Modellhaus
  • Der letzte Eintrag unter „Aktuelles“ ist zwei Jahre alt
  • Am Handy muss man zoomen, um die Telefonnummer zu treffen

Landingpage oder Website: was zuerst?

Wenn du Anzeigen schaltest und jetzt Anfragen brauchst, zuerst die Landingpage. Das ist eine einzelne Seite für einen einzigen Zweck, ohne Navigation und ohne Ablenkung, und sie steht in zwei Wochen. Sie bringt den schnellsten Effekt, weil jeder bezahlte Klick dort landet.

Die Website ist der Gesamtauftritt: Leistungen, Team, Referenzen, Gebiete, Rechtliches. Sie braucht zwei bis drei Monate, weil Inhalte, Struktur und Technik zusammen entstehen, und sie ist die Grundlage dafür, dass du bei Google und in KI-Suchen ohne Anzeige gefunden wirst. Wer beides braucht, startet mit der Landingpage und lässt die Website dahinter wachsen.

Was eine Website nicht kann

Sie bringt von selbst keine Besucher. Eine neue Website ohne Anzeigen, ohne Google-Profil und ohne Inhalte, nach denen jemand sucht, ist ein schönes Büro in einer Seitengasse. Sie wirkt erst, wenn Menschen hinkommen: über Anzeigen sofort, über Suchmaschinen nach einigen Monaten, über Empfehlungen immer.

Und sie ersetzt kein Gespräch. Die Website soll den Anruf auslösen, nicht den Auftrag abschließen. Deshalb gehört auf jede Seite ein einfacher Weg zu dir, und nicht ein Formular mit zwölf Feldern.

Der Schnelltest in zehn Minuten

Du brauchst dafür nur dein Handy und jemanden, der dein Büro nicht kennt.

  1. WLAN aus, deine Website am Handy öffnen und mitzählen, bis du etwas lesen kannst
  2. Dem anderen das Handy geben und fragen: In welchem Gebiet arbeitet dieses Büro? Wenn die Antwort länger als fünf Sekunden dauert, fehlt sie auf der Startseite
  3. Fragen: Du willst dein Haus verkaufen, was tippst du jetzt an? Wenn er sucht, fehlt der nächste Schritt
  4. Bei Google „Immobilienmakler“ und deinen Ort eingeben und schauen, ob eine Seite von dir erscheint, die genau zu diesem Ort passt
  5. Die Adresse bei PageSpeed Insights von Google eingeben und den Wert für Mobilgeräte ansehen

Kurz gesagt

Eine gute Website ist kein Prospekt, sie ist der Ort, an dem ein Eigentümer entscheidet, ob er dich anruft. Sie zeigt dein Gebiet und deine Ergebnisse, macht den nächsten Schritt leicht, lässt deine Anzeigen besser arbeiten und wird gefunden, auch wenn gerade keine Anzeige läuft. Der Schnelltest zeigt in zehn Minuten, wo deine steht.

Fragen dazu

Reicht ein Profil auf willhaben oder ImmoScout nicht?

Für Käufer, die Objekte suchen, ja. Für Eigentümer, die einen Makler auswählen, nein: Dort stehst du neben allen anderen, in einem Rahmen, den das Portal vorgibt. Auf deiner eigenen Website bestimmst du, was ein Eigentümer zuerst sieht, und sie gehört dir.

Was kostet eine Website für ein Maklerbüro?

Das hängt vom Umfang ab: wie viele Gebiete und Leistungen eigene Seiten bekommen, ob Objekte aus deiner Maklersoftware eingebunden werden, wer Texte und Fotos liefert. Den konkreten Preis nennen wir im Erstgespräch, wenn wir wissen, was du brauchst.

Wie lange dauert es?

Eine Landingpage steht in zwei Wochen. Eine vollständige Website braucht zwei bis drei Monate, weil Inhalte, Struktur und Technik zusammen entstehen.

Muss ich meine bestehende Website wegwerfen?

Oft nicht. Wenn sie schnell ist und sich erweitern lässt, bauen wir darauf auf. Wenn sie ein alter Baukasten ist, der am Handy acht Sekunden lädt, sagen wir dir das ehrlich, dann rechnet sich das Neubauen schneller als das Flicken.

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Die fünf Fragen, die ein Eigentümer stellt, bevor er einen Makler anruft.

Was er wirklich meint, was er hören will, und an welcher Stelle du es beantwortest, damit er dich anruft und nicht den Nächsten. Mit einer Checkliste für deinen eigenen Auftritt, in zehn Minuten geprüft.

30 Minuten, dann weißt du, ob es passt

Im Gespräch schauen wir uns dein Gebiet an, deinen aktuellen Bestand und was realistisch drin ist. Wenn wir nicht der richtige Partner sind, sage ich dir das im Termin.

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