Die sechs Anlässe, aus denen Verkäufe entstehen
Fast jeder Verkauf eines privaten Eigentümers hat einen dieser Auslöser:
- Erbschaft, oft eine Erbengemeinschaft, in der niemand das Haus will und niemand weiß, wie anfangen.
- Verkleinern: Kinder ausgezogen, Haus zu groß, Garten zu viel Arbeit. Meist über 60.
- Trennung oder Scheidung, die Immobilie muss geteilt werden, meist unter Zeitdruck.
- Anlegerwohnung, gekauft mit niedrigen Zinsen, rechnet sich nach der Zinswende nicht mehr.
- Umzug, neuer Job, Pflege der Eltern, Auswanderung.
- Finanzieller Druck: Kredit läuft aus, Ausgaben steigen. Wird selten offen gesagt.
Wo diese Eigentümer sind, und wo nicht
Nicht auf Immobilienportalen. Wer dort inseriert, hat sich meist schon entschieden, es ohne Makler zu versuchen, oder mit einem anderen. Und nicht bei Google, zumindest noch nicht: Die Suche nach „Makler“ kommt am Ende des Nachdenkens, nicht am Anfang.
Sie sind dort, wo sie jeden Tag sind: auf Facebook und Instagram, im Grätzl, beim Notar, beim Steuerberater, in der Bank. Von diesen Orten ist nur einer für einen Makler planbar erreichbar: Meta. Dort lässt sich nach Gebiet und nach Lebenssituation eingrenzen, und dort kann eine Anzeige eine Frage stellen, die genau zum Anlass passt.
Wie die Ansprache aussieht, die funktioniert
Nicht „Wir suchen Objekte in Ihrer Gegend“, das lesen Eigentümer als Bettelbrief. Sondern eine Antwort auf die Frage, die der Anlass aufwirft: „Geerbtes Haus in Baden, was jetzt zu tun ist und was es wert ist.“ Wer das liest und in der Situation ist, klickt. Wer nicht, scrollt weiter. Das ist gewollt: Die Anzeige filtert.
Auf der Seite dahinter dieselbe Sachlichkeit (der Ablauf, die Faktoren, kein Preisversprechen) und ein kurzer Weg zur Kontaktaufnahme. Name, Nummer, Objekt. Das Gespräch führt der Makler.
Was in Österreich rechtlich geht, und was nicht
Unerbetene Werbeanrufe bei Privatpersonen sind ohne vorherige Einwilligung unzulässig. Wer Eigentümer von Privatinseraten anruft, bewegt sich auf dünnem Eis. Postwurfsendungen an Haushalte sind zulässig, adressierte Werbebriefe unter Auflagen. Anzeigen auf Meta und Google sind unproblematisch: Der Eigentümer meldet sich selbst, das ist der sauberste Weg, und der einzige, bei dem er auch will, dass du anrufst.
Die Details gehören zum Rechtsbeistand; die Richtung ist klar: Wer angesprochen werden will, kommt zu dir. Wer nicht, darf nicht bedrängt werden.
Was das bringt, wenn es läuft
Eigentümer, die sich von selbst melden, mit dem Anlass, den die Anzeige angesprochen hat. Bei Z-Plus Immobilien waren das fünf verkaufsbereite Anfragen in zwei Wochen, bei Palfy Real Estate sieben in vier, beide Wien, beide über Meta, beide ohne vorher laufende Kampagnen. Keine Garantie für dein Gebiet, aber ein Beleg dafür, dass verkaufsbereite Eigentümer da sind. Man muss sie nur dort ansprechen, wo sie nachdenken.
Kurz gesagt
Eigentümer, die verkaufen wollen, findet man nicht, man wird von ihnen gefunden, wenn man im richtigen Moment mit der richtigen Frage sichtbar ist. Der Moment ist der Anlass. Der Ort ist ihr Feed. Die Frage ist die, die sie sich selbst gerade stellen.

